
ADHS
ADHS betrifft schätzungsweise 5-10% der Kinder und etwa 4,7% der Erwachsenen. Besonders bemerkenswert ist die Zahl der Personen, die aufgrund atypischer Symptome unerkannt bleiben. ADHS ist eine lebenslange Herausforderung, die bereits im Kindesalter beginnt und sich ins Erwachsenenalter fortsetzt.

ADHS-Diagnostik in unserer Praxis
Bitte beachten Sie, dass bei der ADHS-Diagnostik für Erwachsene ab dem 1. Juni 2025 eine Zuzahlung in Höhe von 140,76 € anfällt, da die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Kosten vollständig übernehmen.
Die Diagnostik für Kinder und Jugendliche bleibt weiterhin kostenfrei.
Falls die Diagnostik als Selbstzahlerleistung durchgeführt werden soll, belaufen sich die Kosten auf:
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Erwachsene: 610,42 €
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Kinder und Jugendliche: 1.190,67 €
ADHS Diagnostik Erwachsene
Die Diagnostik bei Erwachsenen umfasst in der Regel zwei Termine.
Bereits vor dem ersten Termin erhalten Sie verschiedene Fragebögen, die der Selbsteinschätzung sowie der Fremdbeurteilung dienen. Eine Einschätzung durch eine nahestehende Person ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik, da ADHS-Symptome in verschiedenen Lebensbereichen betrachtet werden müssen. Bitte stellen Sie außerdem relevante Unterlagen aus der Kindheit bereit, insbesondere Schulzeugnisse bis einschließlich der 6. Klasse.
Termin 1: Anamnese und diagnostische Untersuchung (vor Ort)
Im ersten Termin erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch sowie eine diagnostische Untersuchung.
Dabei erfassen wir unter anderem:
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die Entwicklungs- und Kindheitsgeschichte
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die schulische und berufliche Entwicklung
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aktuelle Schwierigkeiten, Belastungen und Herausforderungen
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die Symptomatik in verschiedenen Lebensbereichen
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bisherige medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlungen
Zusätzlich erhalten Sie vorab per E-Mail verschiedene Fragebögen, die Sie zur Vorbereitung ausfüllen. Diese diagnostischen Verfahren dienen dazu, die Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit sowie weitere relevante Bereiche einzuschätzen.
Darüber hinaus werden Fragebögen zur Differentialdiagnostik eingesetzt, um mögliche andere oder zusätzliche Ursachen der Beschwerden zu erfassen und eine umfassende diagnostische Einschätzung zu ermöglichen
Gegebenenfalls müssen Sie zwischen Termin 1 und Termin 2 zu ihrem Hausarzt, um mögliche körperliche Ursachen für die Symptomatik auszuschließen. Details erfahren Sie beim Termin.
Termin 2: Auswertung und Rückmeldung
Der zweite Termin dient der Auswertung der Ergebnisse und der Rückmeldung. Dieser kann nach Absprache online, telefonisch oder vor Ort stattfinden.
Dabei werden die Ergebnisse der Diagnostik ausführlich besprochen und mögliche weitere Schritte bzw. Empfehlungen gemeinsam erörtert.
ADHS-Diagnostik Kinder und Jugendliche
Die Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen umfasst mehrere Termine und verschiedene diagnostische Bausteine. Dabei werden Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven berücksichtigt, insbesondere durch Eltern und weitere Bezugspersonen.
Termin 1: Anamnese und ggf. Intelligenzdiagnostik
Zu Beginn erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch. Dabei werden unter anderem die Entwicklungsgeschichte, die familiäre Situation, die schulische Entwicklung sowie aktuelle Fragestellungen besprochen. Sofern keine aktuelle Intelligenzdiagnostik vorliegt, erfolgt zusätzlich eine Intelligenztestung.
Termin 2: ADHS-Testung
Im zweiten Termin findet die weiterführende diagnostische Untersuchung statt. Hierzu gehören verschiedene standardisierte Testverfahren zur Erfassung von Aufmerksamkeit, Konzentration und weiteren relevanten Bereichen.
Zusätzlich werden Fremdbeurteilungen durch Eltern und gegebenenfalls weitere Bezugspersonen berücksichtigt.
Termin 3: Auswertung und Rückmeldung
Im abschließenden Termin werden die Ergebnisse der Diagnostik ausführlich mit den Eltern bzw. der Familie besprochen.
Dabei werden die diagnostische Einschätzung, die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen sowie mögliche Empfehlungen und weitere Schritte erläutert.
Allgemeine Informationen
Typischerweise wird ADHS im Alter von 5-6 Jahren erkennbar, oft wenn Kinder beginnen, sich in strukturierte Systeme (bspw. Schule) einzufügen. Schon im Kleinkindalter zeigen sich Symptome wie erhöhter Bewegungsdrang und Unruhe, oft verstärkt durch die Reizüberflutung im Kindergarten.
In der Schule treten dann Herausforderungen in Bezug auf Ruhe, Ausdauer und Konzentration zutage. Hausaufgaben können überwältigend wirken, und Misserfolge demotivieren die Betroffenen häufig. Soziale Ablehnung durch Gleichaltrige ist nicht selten, und auch im späteren Leben sind Beziehungen und Freundschaften oft instabil. Erfahrungen mit Mobbing sind ebenfalls keine Seltenheit.
Im Jugendalter wandelt sich die Hyperaktivität oft in innere Unruhe, während die Unaufmerksamkeit bestehen bleibt. Auch Substanzmissbrauch kann in diesem Alter ein Thema sein.
Die drei Typen von ADHS
ADHS wird in drei Haupttypen unterteilt:
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Vorwiegend unaufmerksam
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Vorwiegend hyperaktiv-impulsiv
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Gemischter Typ
Persönlichkeitsmerkmale wie Extraversion/Introversion, Neurotizismus, Stressverarbeitung und erlernter Umgang mit Stress spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung eines bestimmten ADHS-Subtyps. Die Ausprägung kann sich im Laufe des Lebens verändern, und Betroffene berichten oft von einem Wechsel des Subtyps.
Symptome der Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität/Impulsivität
Die Symptome von ADHS variieren, aber einige der häufigsten sind:
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Unaufmerksamkeit: Übersehen von Details, Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, Desorganisation, Vergesslichkeit, Ablenkbarkeit, Tagträumereien.
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Hyperaktivität und Impulsivität: Zappeln, Bewegungsdrang, Schwierigkeiten, leise zu spielen, übermäßiges Reden, Ungeduld, Risikobereitschaft, kurze Wutausbrüche.
ADHS und seine Stärken
Trotz der Herausforderungen bringt ADHS auch positive Eigenschaften mit sich, wie Kreativität, Gerechtigkeitssinn, Neugier, Humor, divergentes Denken, Empathie, Begeisterungsfähigkeit und die Fähigkeit zum Hyperfokus.
Kontakt
Falls Sie Interesse an einer ADHS-Diagnostik haben, melden Sie sich über das Kontaktformular.
post@psychotherapiehiestermann.de
0151 - 296 558 65
0151 - 297 622 79 (Sprechzeit Donnerstag 9 - 12)
01516 - 516 888 7
033731 - 302107
